Am Donnerstag haben wir die Möglichkeit erhalten einen Bruchtest zumachen. Ihr wisst schon: quadratisches Brett einmal mit einer Kampfkunsttechnik in kleine handliche Teile für den Kamin zerkleinern. Das ist das erste mal in diesem Jahrtausend für mich gewesen und ich hätte nicht gedacht dass ich das Ganze immer noch unheimlich Cool finde.
Allerdings geht es mir nicht mehr darum das Brett einfach nur kleinzukriegen. Das war früher jedenfalls so. Ich fand viel mehr spannend, dass ich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit wieder das Gefühl hatte in dem Moment mit mir Eins zu werden.
Der Moment wo ich zur Ausgangsstellung gehe ist geprägt von Erwartung und vielleicht auch ein klein wenig Nervosität. Sind immerhin 1,0 - 3 Zentimeter dicke Bretter. Aber dann die Technik trocken durchführen, schauen ob die Abstände passen und ob noch irgendwas zwischen mich und das Brett treten könnte.
Dann die Vorbereitungsbewegung wo der Schnelle Atem sich innerhalb eines oder zweier Atemzüge verlangsamt, der Blick sich nur noch auf das Ziel richtet, der Tunnel entsteht, die Bewegung beginnt und ....
... das ist genau der Punkt gewesen, wo ich mich zum ersten mal seit Jahren wieder völlig zentriert gefühlt habe. Manche mögen es die Zone nennen. Er dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde und trotzdem freue ich mich seit Donnerstag immer wieder, wenn ich darüber nachdenke und kriege immer noch einen Motivationsschub für Dinge die ich grade angehe.
... und das 2,2cm Brett ist in zwei Teile zerbrochen.
Achso jetzt gehört hier noch diese Warnung rein:
Don't Do this at home. The participants are all professionals who know what they are doing.
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